Backpapier in der Heißluftfritteuse: Genialer Helfer oder gefährliches Risiko?
Kaum ein Thema spaltet Airfryer-Fans so sehr wie dieses. Die einen schwören darauf, die anderen warnen eindringlich davor. Es ist also Zeit, für Klarheit zu sorgen!
In diesem Beitrag beleuchten wir beide Seiten der Diskussion, werfen einen Blick auf gesundheitliche Aspekte bei beschichtetem Backpapier – und geben dir sichere Anwendungstipps.

Vorteile: Wann Backpapier sinnvoll ist
1. Weniger Reinigungsaufwand
Backpapier verhindert, dass Fett, Marinade oder Käse in die Frittierkammer tropfen. Das spart dir Zeit bei der Reinigung – und macht den Alltag entspannter.
2. Kein Anhaften
Insbesondere bei empfindlichen Speisen wie Fischfilet oder stark mariniertem Gemüse kann Backpapier verhindern, dass etwas am Frittierkorb festklebt.
(Allerdings haben alle ROMMELSBACHER Heißluftfritteusen eine hervorragende Antihaftbeschichtung, sodass Anhaften bei unseren Geräten praktisch kein Thema ist.)
3. Hitzebeständigkeit
Gutes Backpapier ist bis etwa 210 – 215 °C hitzebeständig und damit für die meisten Heißluftfritteusen geeignet – vorausgesetzt, es kommt nicht mit den Heizelementen in Berührung.
4. Hygiene
Backpapier schafft eine Barriere zwischen Frittierkammer und Lebensmittel. Gerade bei rohem Fleisch, Fisch oder klebrigen Saucen ist das ein klarer Vorteil.

Risiken: Wann Vorsicht geboten ist
1. Brandgefahr durch Aufwirbeln
Liegt das Backpapier lose in der Fritteuse, kann es durch den Luftstrom hochgewirbelt werden und in Kontakt mit dem Heizelement kommen – das erhöht die Brandgefahr erheblich. Also lege Backpapier erst nach einem eventuellen Vorheizen ein!
2. Eingeschränkte Luftzirkulation
Eine vollflächige Papierauflage ohne Löcher kann die heiße Luft daran hindern, gleichmäßig zu zirkulieren. Die Folge: ungleichmäßig gegarte oder labberige Speisen. Stelle am besten sicher, dass nicht die komplette Grundfläche der Backschublade abgedeckt ist.
3. Ungeeignetes Material
Nicht jedes Papier ist für heiße Luft geeignet. Zu dünnes oder gebleichtes Papier kann sich verfärben oder zersetzen.
Deshalb sollte nur speziell hitzebeständiges Backpapier verwendet werden. (Im Bild: Eckige Backpapierformen – die Testsieger im Deutschland Test von der Firma Fackelmann.)
Umwelt- und Gesundheitsaspekte: Beschichtetes Backpapier im Fokus
In die Kritik geraten sind Backpapiere, die mit PFAS (per- und polyfluorierten Alkylverbindungen) oder anderen Kunststoffbestandteilen beschichtet sind. Diese sogenannten „Forever Chemicals“ gelten als gesundheitlich bedenklich und umweltschädlich, da sie sich kaum abbauen lassen und sich im Körper anreichern können.
Bei hohen Temperaturen können Teile dieser Stoffe in die Lebensmittel übergehen. Besonders bei regelmäßigem Einsatz empfiehlt sich deshalb ein kritischer Blick auf die Verpackung des Backpapiers.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu ungebleichtem, PFAS-freiem Backpapier oder setzt auf Mehrweg-Alternativen wie Silikonmatten. Auch passende Back- oder Auflaufformen sind für manche Gerichte eine gute Alternative.
Tipps zur sicheren Anwendung
- Nur verwenden, wenn das Papier beschwert ist. Lege das Backpapier erst dann ein, wenn du Lebensmittel darauf platzierst, die es am Platz halten.
- Nie ohne Inhalt vorheizen. Starte die Fritteuse nicht mit leerem Papier, da es sonst hochgewirbelt werden kann und dann Gefahr läuft, sich zu entzünden.
- Papier immer passend zuschneiden. Kein Überstand! Papier darf nicht an den Rand ragen oder das Heizelement berühren.
- Perforiertes Backpapier verwenden. Solches Papier hat Löcher, die die heiße Luft durchlassen. Das sorgt für gleichmäßige Ergebnisse und reduziert die Gefahr von Hitzestau.
- Auf Temperaturangabe achten. Verwende nur Papier, das für mindestens 210 °C ausgewiesen ist.
Fazit
… aus unseren Tipps zur Verwendung von Backpapier im Airfryer:
Backpapier kann in der Heißluftfritteuse eine praktische Hilfe sein – wenn man es richtig einsetzt. Wichtig ist, dass es nie lose eingelegt wird, sondern immer von Lebensmitteln fixiert ist. Noch besser sind gelochte Backpapier-Zuschnitte, die speziell für Heissluftfritteusen geeignet sind.
Wer Wert auf Umwelt und Gesundheit legt, sollte auf PFAS-freie, ungebleichte Varianten achten oder auf Mehrweg-Lösungen wie Silikonmatten umsteigen. So gelingt sicheres und nachhaltiges Airfrying!

Modelle FRH 1500 und FRH 1700
Ende Beitrag: Backpapier in der Heißluftfritteuse: Ja oder Nein?

Backpapier – egal welcher Art – gehört nicht in eine Heißluftfritteuse. Auch sogenanntes spezielles „Airfryer-Backpapier“ beeinträchtigt die Funktion einer Heißluftfritteuse erheblich, meist um mehr als 50 %.
Eine Heißluftfritteuse (oder modern „Airfryer“ genannt) ist im Grunde nichts anderes als ein kleiner Heißluftofen. Der Unterschied zum Einbau-Heißluftofen besteht darin, dass ein moderner Backofen die Hitze nicht nur von oben, sondern zusätzlich auch von unten abgibt.
Der Vorteil der Heißluftfritteuse liegt im deutlich kleineren Garraum. Dadurch spart man sowohl Zeit als auch Strom. Dennoch rate ich dringend davon ab, Geflügel oder anderes stark fettendes Fleisch darin zuzubereiten. Wer einmal eine intensiv genutzte Heißluftfritteuse umdreht und in das Gebläse schaut, erkennt sofort das Problem: Der Ventilator unter den Grillstäben setzt sich mit hartnäckigem Fettbelag zu, der sich ohne vollständige Demontage kaum mehr entfernen lässt.
Auch bei Tiefkühl-Pommes zeigen sich die Grenzen: Egal von welchem Hersteller – in der Heißluftfritteuse schmecken sie oft gummiartig. Richtige Pommes brauchen das Frittieren im Ölbad, und daran wird sich auch durch die modernste Heißlufttechnik nichts ändern.
Zusammengefasst: Die sogenannten Heißluftfritteusen oder „Airfryer“ sind ein Trendprodukt, das viele Erwartungen weckt, diese aber in entscheidenden Punkten nicht erfüllen kann. Keine Heißluftfritteuse kommt geschmacklich an Pommes aus einer klassischen Fritteuse mit Fett heran.
Herzlichen Dank, dass du uns deine Meinung zum Thema Heißluftfritteusen so ausführlich darstellst.
Klar, wir alle wissen ja: der Geschmacksträger „Fett“ ist nicht leicht zu ersetzen… 😉