Fastfood ist verlockend. Fastfood ist unbestritten lecker, aber leider oft ungesund. Da stellt sich die Frage, ob es auch gesundes oder gesünderes Fastfood gibt.
Wir sagen „Ja!“ …wenn man es selber macht.
Fastfood gesünder machen
Bei selbst zubereitetem Fastfood kann man einige Dinge verändern, so dass das schlechte Gewissen nur leicht blinzelt. Fastfood muss nicht automatisch ungesund sein. Dieser Meinung ist übrigens auch das Onlinemagazin für Nachhaltigkeit Utopia.de! Dort haben wir das hier gefunden:
„Die Formel für gesundes Fastfood
Die Formel für gesundes und leckeres Fastfood lautet kurz gesagt:
Salz reduzieren, weißen Zucker gegen gesunde Alternativen tauschen und Nährstoffe aus frischem Gemüse und anderen naturbelassenen Zutaten einbauen.„
(HIER kann man den Utopia Artikel weiterlesen)
Dieser Aussage können wir nur zustimmen! Und ganz ehrlich … wir müssen nicht perfekt sein. Aber ein wenig gesunde Aufwertung schadet keinem Snack-Rezept!
Warum?
Isst du Fastfood, der aus schnell verwertbaren „leeren“ Kohlenhydrate besteht, dann erhöhen diese sofort den Blutzuckerspiegel (was dich glücklich macht), sie lassen ihn dann aber ratzfatz gleich wieder abfallen. Und das zwingt dich dazu, gleich zum nächsten Snack zu greifen.
Wenn man auf leere Kohlenhydrate verzichtet, fühlt man sich länger satt und lästige Heißhungerattacken haben keine Chance. Dein Magen und deine Lebensenergie werden es dir danken!
Nun möchtest du sicher ein paar Beispiele dafür haben, stimmt’s?
Beispiele für gesünderes Fastfood
Mit ein paar einfachen Tricks können wir unser Fastfood gesünder machen. Nimm unsere Rezeptvorschläge als Anregung!
Pommes Frites
Bekömmlicher und fettärmer werden Fritten, wenn man sie nicht in heißem Fett – also nicht in der Fritteuse – ausbäckt, sondern sie im Backofen oder in der Heißluftfritteuse knusprig brät.
Alternativ kann man Pommes, anstatt aus Kartoffeln, auch aus Alternativen wie Süßkartoffeln, Pastinaken, Kohlrabi oder Sellerie herstellen.
Beim Dip steigt man auf gesündere, fettarme, zuckerarme Varianten von Ketchup und Mayo um (mehr dazu weiter unten). Oder probiere selbstgemachten Kräuterquark oder Sour Cream als Pommesdip!
Zum Rezept für Süßkartoffelpommes geht es HIER oder mit einem Klick auf das Bild oben. Man kann sie übrigens auch in der Heißluftfritteuse anstatt in der Ölfritteuse knusprig backen!
Pizza
Bei hausgemachter Pizza raten wir dazu, den Boden sehr dünn zu machen. Weniger Teig, weniger leere Kohlehydrate.
Bei der Zubereitung kann man dazu übergehen, dass man den Hefeteig mit nur der halben Menge Hefe herstellt. Dafür gönnt man dem Teig eine mehrstündige Gehzeit und lässt ihn zusätzlich über Nacht im Kühlschrank reifen. Das macht ihn auf jeden Fall noch bekömmlicher.
Und wenn man statt des verpönten Weißmehls (Weizenmehl Typ 405 oder Tipo 00) Teige aus nährstoffreicherem Mehl herstellt (zum Beispiel Dinkelmehl Typ 1050 oder Dinkelvollkornmehl), tut man sich ebenfalls etwas Gutes.
Beim Belegen der Pizza achtet man auf fettarme Komponenten. Lege lieber gekochten Schinken auf, anstatt fettiger Salami. Und wenn du in den Belag auch noch frisches Gemüse einschmuggelst (Spinat, Champignons, Tomaten etc) und ein wenig am Käse sparst, dann kannst du mit gutem Gewissen deine heiße, aromatische Pizza genießen.
Burger
Auch bei Burgern lässt sich etwas an der Nährstoffschraube drehen und der Fettgehalt reduzieren. Hier musst du bei den Zutaten aktiv werden. Nutze also unbedingt frischen Salat und Gemüse, hochwertiges mageres Fleisch, mageren Käse und ein herzhaftes Brötchen.
Burgerbrötchen – Burger Buns
Brötchen aus Vollkornmehl oder Dinkelmehl 1050 sind eine tolle Alternative. Man kann sie einfach selber machen. Unser Tipp: Stelle eine größere Menge auf Vorrat her und gib sie in den Tiefkühler. Dann hast du immer eines zur Hand, wenn dich die Burgerlust überkommt.
Burger Patty
Nutze mageres Fleisch von guter Qualität.
Versuche auch mal Alternativen zum herkömmlichen Rinderhack-Patty. Es gibt leckere pflanzliche Proteinlieferanten wie Kidneybohnen oder Kichererbsen. Daraus lassen sich wunderbar würzige Burger Patties herstellen, die auch auf dem Grill eine gute Figur machen.
Nützliche Tipps zu gesunden Burgern haben wir z.B. auch auf der Seite von Beefbandits gefunden.
Ketchup und BBQ Saucen
Siehe unten.
Mayonnaise, ketchup & Co
Mayonnaise, Ketchup und BBQ Saucen sind unverzichtbar bei Fastfood. Doch leider sind sie vorwiegend super fettig, super süß und mächtig. Hier sollte man sich unbedingt mit fettärmeren, zuckerfreien Varianten ausstatten.
- Suche im Handel nach fettarmer Mayo oder „Salatcreme light“.
- Hole dir Ketchup mit weniger Zucker.
- Mach deine Saucen und Dips selbst! So weißt du, was enthalten ist.
Mayonnaise: Stelle eine eigene Alternative her, zum Beispiel aus pürierter Avocado und griechischem Joghurt. Beides mischt man mit den typischen Mayo-Gewürzen und rührt alles schön cremig.
Ketchup und Barbecue Saucen: Kaufe Varianten ohne viel Zucker. Oder hol dir unser Rezept für eine selbstgemachte BBQ Sauce über einen Klick auf das Saucen-Bild oben. Natürlich sind auch im WWW viele wunderbare Ketchup- und Saucenrezepte zu finden.
Sandwiches & belegtes
Zu Fastfood gehören ebenso gefüllte Sandwiches und belegte Bagels oder Brötchen. Für sie gilt im Prinzip das Gleiche wie für Pizza und Burger:
Bei der Teigware auf nährstoffreichere Produkte oder Vollkornprodukte umsteigen und etwas weniger davon nehmen.
Bei den Dips und Saucen vorwiegend magere, zuckerarme Varianten wählen. Man kann sich gerne auch an eigenen Saucenkreationen versuchen (siehe auch oben).
Bei den Belägen auf hochwertige Zutaten setzen, die weniger Fett dafür aber mehr Nährstoffe und Ballaststoffe besitzen. Gerne viel Salat und Gemüse (auch gegrillt oder fermentiert) verwenden. Sieh mal unten – das sind gefüllte Vollkornsandwiches mit Kichererbsen und Karotten, die superlecker schmecken! Zum Rezept kommst du über das Bild.
GETRÄNKE
Zu Fastfood genießen wir am liebsten süße Prickelgetränke. Schön kalt. Was aber zunächst als sehr erfrischend erscheint, punktet mit vielen vielen Kalorien.
Wenn du bei den Getränken also auf zuckerfreie Varianten oder Mineralwasser ausweichst, sparst du eine Menge unliebsamen Ballast im Körper.
Wir hoffen, unsere Tipps konnten dich überzeugen, dass du künftig dein Fastfood auch mal selbst machst und dir dabei etwas Gutes tust!
Ende Beitrag: Fastfood gesünder machen

